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18.02.2011
Rettung für den Roten Thunfisch?
Am 2. Juni 2010 erhielt ich diese Information von Greenpeace:
„Das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior II verließ am 15. Mai 2010 den Hafen von La Valetta / Malta. Ihr Einsatz hat erneut das Ziel, den Bestand des Roten Mittelmeer-Thunfisches vor dem Kollaps zu bewahren. Denn trotz jahrelanger Überfischung und entgegen allen wissenschaftlichen Empfehlungen wird der Rote Thunfisch (Thunnus thynnus) weiter gejagt."
Der Grund dafür ist simpel: Profane menschliche Geldgier, denn für einen ausgewachsenen Thunfisch lassen sich auf dem japanischen Fischmarkt bis zu 150.000 Euro erzielen.
Die diesjährige Fangsaison auf den Roten Thunfisch dauert vom 16. Mai bis zum 15. Juni 2010. Um das Sterben des auch als Blauflossen-Thunfisch bezeichneten “Königs der Meere“ zu verhindern, verzögerten meine Kollegen im Hafen von Fontignan das Auslaufen französischer Thunfisch-Fangschiffe. Die dortigen Trawler haben mittelmeerweit die höchste Fangquote. Jede Stunde, an dem diese Schiffe nicht fischen können, ist gut für den Thunfischbestand. .... Wir werden uns in diesen Wochen für den Schutz des Mittelmeer-Thunfisches stark machen. Als notwendigen ersten Schritt fordern wir eine „Nullquote“ für den Roten Thunfisch im Mittelmeer; und zwar solange, bis sich der Bestand nachweislich erholt.
Außerdem müssen die wichtigsten Laichgebiete des Roten Thunfisches um die Balearen-Inseln dringend und konsequent geschützt werden. Nur so kann man diese Art langfristig vor dem kommerziellen Aus retten. Dieser Schutz käme nicht nur dem Roten Thunfisch zugute, sondern auch den zerstörten Mittelmeer-Lebensräumen allgemein. Die Thunfisch-Laichgebiete sind ein wichtiger Bestandteil des von Greenpeace bereits 2006 vorgeschlagenen Schutzgebiet-Netzwerks für das Mittelmeer
Ich möchte Sie darum bitten, auf den Verzehr von Rotem Thunfisch, aber auch von allen anderen Thunfischarten, zu verzichten – denn generell geht es den Thunfischbeständen sehr schlecht.“
So weit Greenpeace. Ich möchte ergänzend noch dies hinzufügen:
Für eine gesunde Ernährung wird immer wieder empfohlen, ein- bis zweimal in der Woche Fisch zu essen, um sich mit den Omega-3-Fettsäuren zu versorgen. Thunfisch gehört zu den Fischen, die reich an diesen wertvollen Fetten sind. Dennoch bitte ich Sie, auf Thunfisch zu verzichten. Greifen Sie lieber auf Hering, Makrele und Sardinen zurück. Diese Fische sind nicht vom Aussterben bedroht. Außerdem stehen sie am Anfang der Nahrungskette und sind deshalb nicht so mit Umweltgiften bedroht, die wir Menschen immer noch aus Achtlosigkeit und Profitgier ins Meer kippen. Übrigens liefert auch die Forelle Omega-3-Fettsäuren, am besten aus Bio-Zucht.
Greenpeace stellt einen Fischeinkaufsratgeber zur Verfügung, den Sie sich herunterladen können. Es gibt ihn auch im Miniformat für den Geldbeutel. So haben Sie ihn jederzeit dabei.
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